ZERTIFIZIERUNGSSTOPP – ISO 50001

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Mit Revision der ISO 50001 (Aufbau von Energiemanagementsystemen) im Jahr 2018 erfolgte nicht nur die Integration der gemeinsamen ISO-Struktur, sondern auch eine Optimierung und Konkretisierung der Inhalte. Zugleich startete damit auch die dreijährige Übergangsfrist. Während Zertifikate auf Basis der vorherigen Version „2011“ im August 2021 ihre Gültigkeit verlieren, gilt der Zertifizierungsstopp schon früher. Ab dem 20. Februar dürfen Zertifzierungsgesellschaften keine Audits mehr nach der Vorgängerversion durchführen.

Doch welche Auswirkungen hat die Revision auf bestehende Energiemanagementsysteme und auf was müssen Unternehmen achten?

Wesentliche Änderungen der ISO 50001:2018 im Überblick

  • High-Level-Structure: Die einheitliche Grundstruktur der Managementsystemnormen wurde übernommen. So wird die Kompatibilität mit den anderen ISO-Managementsystem-Normen gewährleistet und der Aufwand bei der Einführung reduziert.
  • Ablauf zur energetischen Bewertung: Die Betrachtung des significant energy use (SEU), sprich, des wesentlichen Energieeinsatzes, wurde konkretisiert. Im Gegensatz zur Vorversion erfolgt nun zuerst die Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten und darauf aufbauend die Abschätzung zum zukünftigen Energieeinsatz und -verbrauch.
  • Begriffskonkretisierung: Zahlreiche Begriffe wurden mit der Revision konkretisiert. Die vormals 28 definierten Begriffe wurden auf 40 erweitert.
  • Integration des risikobasierten Ansatzes: Risiken und Chancen, etwa in Hinblick auf die beabsichtigen Ergebnisse des Energiemanagementsystems, müssen ermittelt und Maßnahmen zu deren Beherrschung festgelegt werden.
  • Konkretisierung der Dokumentation: Die Anforderungen zur Dokumentation von Informationen wurden konform zu anderen ISO-Normen angepasst. Zudem ersetzt der Begriff „Dokumentierte Information“ die bisherigen Bezeichnungen „Dokumente“ und „Aufzeichnungen“.
  • Verantwortung der Leitung: Die Führung und das Engagement der obersten Leitung wurden stärker fokussiert. Die oberste Leitung muss sich aktiv einbringen und die Verantwortung für die Wirksamkeit des Energiemanagementsystems übernehmen.
  • Teamzusammenstellung: Das Team kann nach wie vor aus nur einer Person bestehen. Neu ist dabei, dass nicht mehr zwingend ein Beauftragter des Managements beteiligt sein muss.

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