VORBEUGENDE INSTANDHALTUNG ALS WETTBEWERBSFAKTOR

Die aktuellen Normforderungen sehen die vorbeugende Instandhaltung als festen Bestandteil der unternehmensweiten Qualitätsoffensive. Mit Total Productive Maintenance (TPM) wird dem Thema ganzheitliches Anlagenmanagement unter Punkt 8.5.1.5 in der IATF 16949 ein ganzes Kapitel gewidmet.

Darin geht es um die klare Forderung nach einem dokumentierten und proaktiven System, um die Sicherheit und Verfügbarkeit der Produktionsanlagen sicherzustellen. Kapitel 8.5.1.6 weitet dieses Vorgehen auf das Management von Produktionswerkzeugen sowie Prüf-, Mess- und Fertigungseinrichtungen aus.

Grundlage für die IATF 16949 ist die DIN EN ISO 9001, in der mit Kapitel 8.5.1 branchenübergreifend für alle produzierenden Unternehmen die vorbeugende Instandhaltung ebenfalls gefordert wird. Kurz: Für zertifizierte Unternehmen führt kein Weg an einem zuverlässigen Instandhaltungsmanagement vorbei.

Eigenentwicklungen, beispielsweise eine Instandhaltungsplanung mit Excel, geben einen ersten Überblick zu den anfallenden Maßnahmen. Sobald es an die zeitliche Einteilung und die Zuweisung von Fachpersonal unter Rücksicht der laufenden Aufträge geht, zeigt sich häufig: Die Aufgabenstellung ist zu umfassend, als dass sie effizient und unter Berücksichtigung der dynamischen Produktionsbedingungen in Echtzeit umgesetzt werden könnte. Eine ganzheitliche Steuerung aller Maßnahmen zu Wartung, Inspektion und Reparatur versprechen professionelle Softwarelösungen, wie das Instandhaltungsmanagement von Böhme & Weihs.

VORBEUGENDE INSTANDHALTUNG BEZIEHT ALLE PRODUKTIONSRESSOURCEN EIN

Das Modul Instandhaltungsmanagement verändert durch seine intelligente Arbeitsweise den gesamten Instandhaltungsprozess – nicht mehr reaktiv, sondern ganzheitlich vorbeugend. Zur Sicherstellung und Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), werden alle für die Produktion essenziellen Ressourcen mit einbezogen.

Im Fokus stehen damit nicht ausschließlich Anlagen, Maschinen und Werkzeuge, sondern auch Personalqualifikationen mit Gültigkeitszeitraum und Hilfsmittel wie Gabelstapler, Waagen und Hubwagen. Und Total Productive Maintenance geht für das Managementsystem sogar noch einen Schritt weiter, nämlich über alle Prozesse hinweg: Ausnahmslos alles, was einer turnusmäßigen Überprüfung unterliegt, lässt sich zuverlässig überwachen – vom Feuerlöscher bis zur Aufzuganlage.

AUTONOME INSTANDHALTUNG – STÄRKUNG DES MASCHINENPERSONALS

Das Instandhaltungsmanagement unterstützt aktiv den Grundgedanken der autonomen Instandhaltung und trägt maßgeblich zur Erhöhung der Anlageneffektivität bei. Dabei werden vorhandene Ressourcen optimal genutzt: Routinemäßig anfallende Instandhaltungsmaßnahmen – beispielsweise Schmier- oder Reinigungsarbeiten – müssen nicht mehr ausschließlich durch qualifiziertes Instandhaltungspersonal durchgeführt werden, sondern lassen sich auf Produktionsmitarbeiter übertragen.

Das Instandhaltungsmanagement führt sie mit Bildern, verlinkten Verfahrensanweisungen und strukturierten Arbeitsschritten durch die Arbeitspläne. Alle Maßnahmen werden als Checklisten direkt am Gruppen- beziehungsweise Maschinenterminal angezeigt – damit bleiben alle Aufgaben immer im Blick.

Die autonome Instandhaltung bietet das Potenzial, die Instandhaltungseffizienz erheblich zu steigern: Fachpersonal für die Instandhaltung wird entlastet, der Aufwand für Fremddienstleister reduziert und die Zuverlässigkeit sowie Lebensdauer der Anlagen insgesamt erhöht.

VERNETZTE KOMMUNIKATION: EFFIZIENT UND TRANSPARENT

Das vernetzte Zusammenspiel nach Industrie 4.0 sichert optimale Prozessabläufe ohne Zeitverzug. Zwei Beispiele: Für die anstehende Wartung sind Verschleißteile erforderlich? Das Instandhaltungsmanagement weiß genau, was zu welchem Zeitpunkt und in welcher Menge benötigt wird und schickt die Anforderung automatisch an das ERP-System, das daraufhin das erforderliche Material sofort für die Wartungsmaßnahme reserviert.

Zeigt sich bei Inspektion und Wartung der Maschinen, Anlagen und Werkzeuge, dass eine Reparatur erfolgen muss, gilt es, keine Zeit zu verlieren. Der den Stillstand muss so kurz wie möglich gehalten werden. Das Instandhaltungsmanagement schickt basierend auf den hinterlegten Stücklisten automatisch eine Bedarfsmeldung an das ERP-System. Ohne Zeitverzug erfolgt die Lagerabfrage, die benötigten Teile für die Reparaturmaßnahme werden reserviert oder direkt bestellt.

ZUSAMMENSPIEL AUS CAQ UND MES SICHERT NORMENKONFORMITÄT

Das Instandhaltungsmanagement ist in zwei Einsatz-Varianten verfügbar:

  • autark, als vollumfängliches Managementwerkzeug zur vorbeugenden Instandhaltung
  • als integraler Bestandteil der MES-Lösung WEB.MES gemäß VDI-Richtlinie 5600

Beide Einsatzszenarien lassen sich zusätzlich um das CAQ-System CASQ-it erweitern – vom intelligenten Zusammenspiel aus CAQ-System und Instandhaltungsmanagement bis hin zum vernetzten Systemverbund aus WEB.MES, vorbeugender Instandhaltung und CAQ.

Unabhängig davon, für welches Einsatzszenario sich Unternehmen entscheiden: Das Modul Instandhaltungsmanagement erfüllt normenkonform alle Anforderungen an ein Total-Productive-Maintenance-System, um Stillstände zu minimieren und die Effektivität und Anlagenverfügbarkeit zu steigern. Und im Zusammenspiel mit dem CAQ-System CASQ-it erstreckt sich das bis auf die Ebene der Prüf- und Messeinrichtungen – genau so, wie es durch ISO 9001 und IATF 16949 gefordert ist.

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